Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Orientierung’ Category

Und schon wieder eine Welcome-Party! *hooray* Die wievielte war das wohl? Ich hab nicht mitgezählt, aber es waren einige… Diesmal wurden wir ganz offiziell im JASSO-Wohnheim begrüßt.

Alle Neueingezogenen mussten um 18:00 Uhr an einer Orientatierung teilnehmen (Yay! Wieder eine Orientierung!!), bei der unnötige Reden gehalten und nochmal Regeln erklärt wurden, die schon bekannt waren. Der Direktor des Hauses entschuldigte sich vielmals, dass er nicht gut Englisch sprechen könne, aber er wollte sich besonders viel Mühe geben.

Danach sollten wir zur Party in die Lobby gehen, wo schon Essen auf den Tischen aufgebaut war.

100_3461_klein.jpg

Wir konnten aber noch nicht anfangen, sondern mussten noch auf irgendwas warten. Eigentlich sollte die Party um halb sieben anfangen, aber da waren wir immer noch am Warten und wussten nichtma, worauf… Eine Viertelstunde später kam dann endlich das ersehnte… Bier!! („Ach so, darauf haben wir gewartet. Dann war das ja in Ordnung.“)

Natürlich wollten sich wieder alle sofort auf’s Essen stürzen, aber wir wurden leider zurückgehalten, denn es sollte vorher noch mehr Reden geben. („Neeeiiiin!!!“) Zu allem Überfluss hielt der Direktor die gleiche Rede, die er eine halbe Stunde zuvor schon gehalten hatte…

100_3465_klein.jpg

Die Party sollte bis 20:00 Uhr gehen, doch um 19:00 Uhr hatten wir noch nicht mal angefangen… Naja, irgendwann hieß es dann doch „Kampai!“ und die Jagd konnte beginnen. Binnen kürzester Zeit war das Essen auch schon weggeputzt und ich pappsatt. Welcome-Parties sind doch was Schönes. (-:

Advertisements

Read Full Post »

Gestern ging es mit mehr oder weniger nützlichen Orientierungen auf dem Toyonaka-Campus weiter. Die Führung durch die Hauptbibliothek war ganz in Ordnung, nur die lange Einleitung davor war überflüssig. „Diese Bibliothek hat drei Bereiche, A, B, C. Bereich A hat sechs Stockwerke, Bereich B hat vier Stockwerke… So und so viele Bücher, so und so viele Quadratmeter“ und dergleichen. *gähn* Am interessantesten war, dass die Zeitschriftenregale sich auf Knopfdruck verschieben lassen und nicht per Handrad, wie ich das bisher kannte. Die Abteilung für Austausstudenten ist seeehr groß *haha* und es gibt auch eine Abteilung für „Nipponese Literature“. *g*

Nach der Mittagspause gab es dann eine Einführung in das Cybermedia-Center, wo wir alle vor einen PC gesetzt wurden und sofort alle anfingen, wie verrückt das Internet zu benutzen. Ich schätze, es gab niemanden, der dem armen Menschen zugehört hat, der sich vorne bemühte, uns irgendwas zu erklären…

Ständig kam die Frage auf, ob man irgendwo Wireless-LAN benutzen könnte. In der Bibliothek soll es angeblich möglich sein, aber so genau weiß das irgendwie keiner. Überhaupt ist Wireless-LAN irgendwie ein Fremdwort hier…

Zum Schluss gab es noch eine Führung über den gesamten Toyonaka-Campus. Wir fragten eine der Studentinnen, die uns herumführten nach Internetmöglichkeiten und sie meinte, dass wir bei McDonalds Wireless-LAN nutzen könnten, aber dazu später noch mehr…

Heute haben Brigi und ich dann endlich versucht, ein Bankkonto bei Mitsui Sumitomo zu eröffnen. Sie hat zwar schon eins, aber JASSO überweist nicht an Postbankkonten, so dass sie ein anderes braucht. Insofern ist es ganz gut, dass ich noch kein Konto bei der Post eröffnet habe, wie ich ursprünglich vorhatte.

Brigi meinte, dass es in Minami-Senri nur einen Geldautomaten von Sumitomo gäbe, weshalb wir nach Kita-Senri fuhren, wo wir vergeblich nach der Bank suchten und uns auch niemand sagen konnte, wo eine Bank sei. Erst der dritte Japaner, den ich fragte, konnte uns sagen, dass es in Kita-Senri keine Sumitomo-Bank gibt.

Also sind wir unverrichteter Dinge erstmal zum Suita-Campus gefahren, wo wir in der IC-Hall Anja treffen und den Webtest für die Japanischkurse machen wollten. Beim Test für den vierten Level, in den ich gerne will, habe ich 93 von 150 Punkten errreicht. Jetzt bin ich nicht ganz sicher, ob ich den Kurs tatsächlich machen kann, aber da frage ich am Montag mal Kondo-sensei.

Die Damen in der IC-Hall meinten, dass es in Minami-Senri doch eine Sumitomo-Bank gäbe und nicht nur einen Geldautomaten, weshalb wir also nochmal dorthin fuhren und tatsächlich eine Bank fanden. 100_3168.jpgSoweit so gut. Wir bekamen auch gleich Formulare zum Ausfüllen, aber als wir gerade damit anfangen wollten, wies uns ein Herr zu einem freien Schalter, wo der Spaß erst richtig anfing. Brigi brauchte außer dem Bankkonto auch noch eine Kreditkarte, damit sie einen Internetanschluss beantragen kann, was sich als sehr schwierig herausstellte. Denn irgendwie muss man schon sechs Monate in Japan gelebt haben, um eine Kreditkarte von Sumitomo zu bekommen. Ich hatte auch ziemliche Schwierigkeiten zu verstehen, was die Frau am Schalter von mir wollte, weil sie natürlich Keigo benutzte und ich mich erst langsam wieder daran erinnerte. Sie hat mir bestimmt viermal etwas erklärt und ich habe immer nachgefragt, ob ich das jetzt richtig verstanden hätte, bis ich schließlich aufgab und fragte, ob sie Englisch spricht. Jedenfalls konnte Brigi dann doch kein Konto bei Sumitomo eröffnen und ging mit Anja zu einer anderen Bank, während ich bei Sumitomo blieb und es irgendwie mit Hilfe der Bänkerin schaffte, das Formular auszufüllen und nur noch ein paar Minuten warten musste, bis mein Kontobuch fertig war. Seltsam ist, dass man sich selbst eine Pin-Nummer ausdenken muss.

Später im Wohnheim sagte uns ein jordanischer Austauschstudent, Daut (der so), dass ein Freund von ihm eine Kreditkarte bekommen hätte, während er selbst bis jetzt noch überhaupt kein Konto besitzt. Scheinbar sind die Regelungen von Filiale zu Filiale unterschiedlich und man sollte es bei verschiedenen Filialen probieren. Aber egal, ich habe endlich mein Bankkonto!! *yay*

Abends sind wir dann zum nächsten McDonalds gefahren, um nach Wireless-LAN zu fragen, wo die Bedienungen erstmal anfingen zu lachen. Wahrscheinlich war unsere Frage zu abwegig… Jedenfalls schickten sie uns zu einem größeren McDonalds, um es dort zu probieren. Wir mussten ein ganzes Stück von Minami-Senri fahren, nur um wieder festzustellen, dass wir kein Wireless-LAN benutzen konnten. Also den ganzen Weg wieder zurück und diesmal auch noch bergauf…

Heute sind wir eindeutig zu viel Fahrrad gefahren und haben dabei eindeutig zu wenig erreicht. Plus: Es war eindeutig zu schwül und heiß. Ich glaub, ich hab noch nie so viel geschwitzt wie heute und über zu wenig Bewegung kann ich mich auch nicht beklagen.

Read Full Post »

Der zweite Orientierungstag war sehr ermüdend. Zum einen, weil mir die meisten Informationen schon aus den Broschüren bekannt war, die mir nach München geschickt worden waren (und die ich hier nocheinmal bekam), und zum anderen, weil alles auf Japanisch und Englisch erklärt wurde, wodurch sich alles ewig in die Länge zog.

Als wir ankamen, wurden unsere Pässe eingesammelt, damit die Uni Kopien machen konnte und wir bekamen jeder einen dicken Packen Zettel und unsere Studenten- und Bibliotheksausweise. Die OUSSEP-Koordinatoren, Kondo-san und Kitahama-san, und die Mitarbeiter von der Austauschstudenten-Abteilung stellten sich vor und riefen dann alle OUSSEP-Studenten der Reihe nach auf, um sich auch kurz vorzustellen.

Für alle, die Statistik mögen, hier ein paar Zahlen (allerdings nur die OUSSEP-Studenten, dazu kommen noch reguläre Austauschstudenten):

USA 7

Kanada 5

China 4

Frankreich 4 (darunter ein Ehepaar)

Australien 3

Finland 3

Korea 3

Thailand 3

Taiwan 2

Je eine(r) aus: Polen, Deutschland (guess who), Holland, Schweden, Ungarn, Italien, Mongolei

Insgesamt 41

(davon sind 33 ganzjährig, 5 halbjährig und 3 im fortgeschrittenen Japanischkurs)

Die meiste Zeit hat Kondo-san alles mögliche über OUSSEP erklärt und das sehr ausführlich, weil ja alles soooo kompliziert ist. Zum Beispiel ist es sehr kompliziert zu verstehen, dass man 15 krejit points (Krejit points?? – Ah, credit points! (O-Ton nicht Japanisch sprechende Studenten *g*)) pro Semester erreichen muss, um das Programm erfolgreich abzuschließen. Da muss man schon ne halbe Stunde drüber sprechen. Ja, wirklich, das braucht man schon. Und als Kondo-san seine Erklärungen endlich abgeschlossen hatte, meldete sich Kitahama-san zu Wort, die nochmal unterstrich, dass wir MINDESTENS 15 credit points verdienen müssen. (Is mir doch eh wurscht…) So ging das den ganzen Tag, nur von der Mittagspause unterbrochen, in der uns die Sempais eine bessere Caféteria zeigten, die etwas weiter von der IC-Hall entfernt liegt, und eben immer erst auf Japanisch und dann noch mal den ganzen Schmarrn auf Englisch. *hoorray*

Als wir gegen 15:30 Uhr alle Erklärungen überstanden hatten, kamen drei Damen von der Gastfamilien-Organisation AMIGO vorbei und stellten ihre Organisation vor. Die Frauen im Alter zwischen 50 und 60 veranstalten Anfang Oktober einen Basaar und während des Semesters Ausflüge etc. Von ihnen bekam jeder ein Paket Waschpulver geschenkt. ^_^

Anschließend stand das Supervisor-Treffen an, was heute sicherlich am interessantesten von allem war. Mir wurde Dr. Ayako Fujita von der Fakultät für Human Sciences zugeteilt, die mit ihrer Assistentin „Botcha“ gekommen war. Sie hatte zwar meine Bewerbungsunterlagen für OUSSEP samt der Empfehlung von Herrn Vollmer dabei, aber meinen Aufsatz über mein Forschungsvorhaben hatte sie scheinbar nicht. So musste ich ihr ganz von vorne erklären, wofür ich mich interessiere. Die beiden nahmen mich dann in die Fakultät mit, wo mir Botcha den Studentenraum zeigte. Dort saßen zwei weitere Studenten (Namen vergessen -.-), von denen der eine mir gleich Tee kochte und Pocky anbot. Ab da kamen im Minutentakt immer neue Studenten in den Raum, die sich mir vorstellten und nie wussten, ob sie Englisch oder Japanisch mit mir sprechen sollten. Einer fing an mit: „My name is Daisuke“ und fragte dann die anderen, was „Yoroshiku onegaishimasu“ auf Englisch bedeute, worauf ich einfach „Yoroshiku onegaishimasu“ antwortete und alle lachten. Daisuke bekam dann Schluckauf und Botcha wollte wissen, was Schluckauf auf Deutsch heißt. Die Studenten in der Fakultät scheinen schwer in Ordnung zu sein, lachen viel und sind sehr lustig. Hab mich da sehr wohl gefühlt.

Plötzlich kam ein weiterer Japaner herein, der sich mir fast flüsternd als Kei Herai vorstellte und mir mitteilte, dass er massenweise statistische Daten hätte. Falls ich also Datenmaterial bräuchte, sollte ich zu ihm kommen. Er kramte noch nach einer Visitenkarte, fand aber keine, und verschwand dann so schnell er konnte wieder. Die anderen meinten dann, dass er super schüchtern sei.

Schließlich kam noch ein weiterer Student herein, der wohl als Freak bekannt ist, auffällig gestylt war und sich „Prince“ nennt. Eigentlich heißt er aber Tetsu. Tetsu forscht in die gleiche Richtung wie ich und will mir beim nächsten Treffen Kopien von seinen Büchern schenken.

Da platzte nochmal Herai-san herein, um mir seine Visitenkarte in die Hand zu drücken und dann gleich wieder kehrt machte, über die Schuhe im Eingangsbereich stolperte und zurück in sein Büro flüchtete. Hab wirklich noch keinen so schüchternen Typen erlebt… Laut Visitenkarte ist er Doktorand.

Die anderen Studenten waren kurz davor zu gehen und warteten nur noch auf ihren Bus und so fingen sie an, sich über mein Aussehen zu unterhalten. Tetsu verglich mich mit Botcha, der ich überhaupt nicht ähnlich sehe und Daisuke fragte, ob in Deutschland viele Mädchen die Haare so wie ich tragen…

Als ich zu meinem Fahrrad ging, sah ich den italienischen Studenten Paolo, der mit einer Karte herumhantierte und nicht wusste, wie er wieder in sein Wohnheim kommen sollte. Zum Glück wohnt er nicht weit von meinem Wohnheim entfernt, so dass ich ihm den Weg bis zum Yamada-eki zeigen konnte, von wo aus er (hoffentlich) zurück gefunden hat. Werde ich ja morgen herausfinden, wenn er bei der Tour über den Toyonaka-Campus dabei ist (oder eben nicht)…

Read Full Post »

Gestern Nachmittag hat es endlich angefangen zu regnen und dann bis zum späten Abend gar nicht mehr aufgehört. Gut, dass ich den Vormittag noch genutzt hatte, um mich vor dem Hotel am Minami-Senri-eki ins Internet einzuwählen. Leider funktioniert mein E-Mail-Programm gerade nicht, sodass ich noch keine Mails beantworten konnte. Mein Akku war auch leider zu schnell leer, um herauszufinden, warum es nicht funktionieren wollte. Gomen ne…

Irgendwann hat Gabriel mir seinen Fernseher gebracht, aber das Antennenkabel fehlt noch, weil er es gerade nicht finden konnte. Naja, aber bald habe ich dann auch japanisches Fernsehen. *yay* Wird wahrscheinlich besser sein, als die zwei Radiosender, die ich hier empfange. Der eine spielt nur klassische Musik und der andere macht ständig Gesangswettbewerbe und Umfragen…

Am Abend klopfte es wieder an meine Tür und davor standen (wer wohl??) Gabriel und Yumiko, diesmal aber mit einer weiteren Japanerin, die sie mir als Kanae vorstellten. Sie ist Tutorin hier im Haus und lernt Deutsch. Jetzt habe ich also schon eine Tandem-Partnerin. ^__^

Heute war die erste Orientierung an der Handai. Um 11 Uhr trafen sich alle Austauschstudenten in der International Collaboration Hall (IC-Hall) auf dem Suita-Campus und ich war überrascht, wie viele dort waren, da ich nur mit den OUSSEP-Studenten gerechnet hatte und das sind nur zwanzig Leute. Insgesamt sind es wohl so 50, 60 Studenten. Viele kommen aus den USA oder China, soweit ich das bisher mitbekommen habe. Kanadier und Koreaner sind aber auch ganz gut vertreten.

Nachdem ich in der Bahn auf dem Weg zum Campus einige OUSSEP-Studenten getroffen hatte, die in einem anderen Wohnheim untergebracht sind, erkannte ich nun ein paar Leute wieder, die im selben Haus wie ich wohnen. Darunter Anja aus Polen und Brigi(tta) aus Ungarn. Natürlich waren auch die Koreanerinnen und Chinesinnen von letzten Freitag anwesend. Außerdem war da noch ein etwas eigenwillig gestylter Typ, der schon im gleichen Flieger wie ich saß. Hab aber noch nicht rausgefunden, woher der eigentlich kommt. Deutscher ist er wohl nicht… Aber es gibt zwei deutsche Studenten von der TU München. Einer heißt Jan-Paul und einer Nur-Paul. *g* Dann ist mir noch eine quirlige Girlie-Taiwanesin aufgefallen, Angela, deren Hauptanliegen in Japan scheinbar nur Boyfriendsuche ist. Jeder zweite Kommentar von ihr zu einem Typen ist „hansamu na hito“ und zu ihrem taiwanesischen Kollegen, Tetsu, meinte sie, dass ja eine von seinen Gastschwestern seine Freundin werden könnte. Naja…

100_3099_klein.jpg

Jedenfalls begannen wir mit einer Führung über den Campus und aßen dann in einer der Caféterien Mittag. Ich hatte Tonkatsu-Reis, was für knapp 3 Euro auch gar nicht schlecht war. Getränke gibt’s da netterweise gratis.

Anschließend ging es wieder in die IC-Hall, wo wir unsere Gastfamilien treffen sollten. Mir wurde Familie Nakamoto vermittelt, die aus vier Mitgliedern plus Hund besteht. Meine Gastmutter, Nakamoto-san, ist 60 Jahre alt und Lehrerin für japanische Kultur, also Ikebana, Teezeremonie, Kimonotragen usw. Sie arbeitet außerdem ehrenamtlich für einen lokalen Radiosender und ist deshalb wohl hier in der Gegend sehr bekannt. Über ihren Mann, auch 60, hat sie mir noch nicht viel erzählt, aber ihr Sohn ist 29, unverheiratet, mit Skateboarden als Hobby und ihre Tocher ist 23, hat letztes Jahr geheiratet und erwartet jetzt ihr erstes Kind. Noch dazu wohnt Famlie Nakamoto quasi direkt bei mir um die Ecke und nächsten Mittwoch werde ich von Frau Nakamoto abgeholt, um erstmal bei ihr einen Kimono anzuprobieren und später dann mit ihr zum Radiosender zu fahren. Sieht so aus, als käme ich jetzt auch noch ins Radio. XD Auf jeden Fall wird sie mir die geballte Ladung japanischer Frauenerziehung vermitteln und sie war sehr begeistert, als ich ihr sagte, ich möchte japanisch kochen lernen. Außerdem stehen irgendwann noch Besuche in Kyoto und Nara an. Jeder, den ich treffe, will mir Kyoto und Nara zeigen. Mit wem geh ich denn jetzt? (Jaja, meine Probleme wollt ihr haben… *g*)

Nakamoto-san stellte mir auch noch Frau Matsushima von der Suita Interpeople Friendship Association vor, die mich gleich zu ihrem Fest Anfang November einlud. Ich glaube, langweilig wird mir hier ganz sicher nicht.

Zum Schluss konnten wir für gut 20 Euro Fahrräder für ein Jahr mieten, was sehr praktisch ist. Damit konnte ich noch schnell zu einem etwas weiter entfernt liegenden Supermarkt fahren, der hier in der Gegend am preisgünstigsten ist und ein ziemlich gutes Sortiment hat. (Hab endlich Taschentücher gefunden!!) Kleine Frage am Rande: Gibt es eigentlich auch Hairstyling-Produkte für Frauen oder muss ich die Männermarken kaufen? Hab noch nirgendwo was derartiges gesehen… (Jetzt weiß ich vielleicht, wie Mark sich in der Make-up-Abteilung gefühlt hat. *g*)

Irgendwie ist alles hier sehr ermüdend, auch wenn’s viel Spaß macht. Bin mal wieder totmüde und meine Erkältung merke ich auch wieder deutlicher. Aber die Orientierungswoche hat ja erst angefangen…

Read Full Post »

Heute morgen gab es ein Treffen mit den Hausmitarbeitern und fünf anderen Studentinnen, die auch gestern eingezogen waren. Die beiden Mitarbeiter, die mir gestern den Weg zum Haus gezeigt hatten, stellten sich als Matsumoto-san und Kazumi-san vor. Von den Studentinnen sind drei aus China, eine aus Korea und eine aus Kanada, wobei diese auch koreanischer Abstammung ist. Bis auf zwei der Chinesinnen, die irgendwelche Graduiertenkurse absolvieren, nehmen die anderen auch an OUSSEP teil.

Die Mitarbeiter halfen uns beim Aufüllen unzähliger Formulare und schickten uns dann zum Rathaus von Suita, um uns dort zu registrieren. Wir gingen also durch den Minami-Senri-Park bis zur Hankyu-Senri-Station, von wo aus es nur ein paar Stationen bis Suita waren. Es bildeten sich, wie erwartet, eine chinesische und eine koreanische Gruppe und ich versuchte, möglichst nicht nur bei der einen oder anderen Gruppe zu bleiben.

Im Rathaus konnten immer nur drei Ausländer gleichzeitig am Schalter bedient werden und so wartete ich mit den Koreanerinnen, bis die Chinesinnen fertig waren. Währenddessen kamen zwei Jungs, die auch zur Alien-Registrierung wollten und uns fragten, ob wir auch von der Uni Osaka wären. Die beiden nehmen ebenfalls am OUSSEP teil und waren ganz happy, endlich andere Studenten vom OUSSEP zu treffen. Der eine stellte sich als in den USA lebender Chinese vor und der andere ist Australier. Der Australier musste dann nochmal in seine Unterkunft zurück, weil er seinen Pass nicht dabei hatte…

Die Registrierung war ganz unproblematisch, aber es dauert fast einen Monat, bis ich meine Registration-Card abholen kann. Hätte gedacht, dass das schneller gehen würde. Danach mussten wir noch die Krankenversicherung beantragen, wo ich überhaupt nichts verstanden habe. Die anderen wissen aber scheinbar, wie es damit weitergeht, also halte ich mich einfach mal an die. Irgendwie müssen wir erst ein Konto eröffnen und dann irgendwas einzahlen. Soviel hatte ich ja auch verstanden, aber wieviel, bis wann und an wen??? Kein Plan… Naja, wird sich hoffentlich noch klären.

Zurück in Minami-Senri blieb ich mit den Koreanerinnen noch etwas in der Garden-Mall und hab im 100Yen-Shop eingekauft. In der Drogerie Duschgel etc. zu kaufen, ist ja sauteuer, aber im 100Yen-Shop konnte ich ein paar Dinge günstig einkaufen. Kennt jemand die Marke „Wakahada Monogatari“? Von der habe ich jetzt Body-Soap, Haarshampoo und Handcreme. Mal sehen, ob der Name hält, was er verspricht und die Sachen junge Haut machen… Jedenfalls hab ich mich echt geärgert, dass ich nicht doch versucht habe, meine „Flüssigkeiten“ in den Koffer zu packen. Vielleicht wären hätten sie ein weiteres Kilo Übergepäck auch noch durchgehen lassen und ich müsste mir hier nicht alles teuer neu kaufen. Naja, lässt sich nicht ändern…

Nach dem Einkaufen waren wir auf der Suche nach der Bücherei, in der man Internet benutzen kann, aber dort waren E-Mails schreiben, Chatten usw. verboten, weshalb mir das gar nichts genützt hat. Selbst Blogeinträge konnte ich vergessen, weil die Tastatur immer wieder auf Japanisch umgestellt hat und ich keinen vernünftigen Satz schreiben konnte. Also immer noch kein Lebenszeichen von mir und so langsam wird das offline schreiben auch immer witzloser. Vor allem, weil am Ende eh keiner mehr alles lesen wird oder?? Egal, was soll’s…?

Immerhin wurde uns in Aussicht gestellt, dass wir in ein paar Wochen Internet im Wohnheim bekommen, natürlich extra berechnet, aber hauptsache Internet!! Hoffentlich dauert es nicht mehr lange…

Read Full Post »