Gerade komme ich von einem tollen Event in meinem Wohnheim. Heute stand nämlich um 11 Uhr eine Feuerübung auf dem Programm, gefolgt von einem Seminar zur Vorbeugung von Verbrechen.
Um halb 11 Uhr gab es die erste Durchsage per Lautsprecher, dass um 11 Uhr ein Probealarm durchgeführt werden soll. Um 11 Uhr kam aber nichts, dafür gab es ein paar Minuten später die Durchsage, dass die Übung sich verspätet und nun um 11:15 Uhr stattfinden sollte. Dann gab es auch tatsächlich den Probealarm mit der Durchsage, dass in der Küche im Erdgeschoss Feuer ausgebrochen wäre. Alle sollten sich vor dem Gebäude versammeln und auf weitere Anweisungen warten. Leider waren längst nicht alle Bewohner anwesend, da einige die letzte Nacht durchgefeiert hatten und wohl noch nichtmal durch den Alarm wach zu bekommen waren…

Nun warteten wir also darauf, dass wir weitere Erklärungen bekommen würden und vielleicht sogar lernen würden, wie man sich verhält, wenn im Wohnheim ein Feuer ausbricht, aber stattdessen gab es nur ein „Danke, dass ihr an der Feuerübung teilnehmt, obwohl es Samstag ist.“ Jo, klar, gerne doch!
Naja, so ging es also zum Seminar zur Vorbeugung von Verbrechen, wo uns ein Polizist, der offensichtlich seinen Beruf verfehlt hat, dreimal erklärt hat, wie eine Ampel funktionuiert. Das erste Mal hatte er ein Ampelmodell, anhand dessen er uns die verschiedenen Ampelfarben erklärt hat. Man hätte den Typen unbedingt filmen sollen, denn es ist unmöglich wiederzugeben, wie er erklärt hat. Das ging ungefähr so: „Rot. Stopp! Blau. OK! Gelb. Stopp“ Und das alles noch schauspielerisch verdeutlicht: „Rot. Gehen. Gaaarh!! (Zusammenstoß) Blau gehen. Auf der Straße gelb, stopp. Gaaaarh!!“ Aber auch, wenn blau ist, soll man nicht gleich loslaufen, sondern sich vergewissern, ob’s auch wirklich sicher ist zu gehen: „Rot. Stopp! Gelb. Stopp! Blau. Rechts. Links. Safety. Go!“ Zwischendurch gab’s dann nen Zaubertrick mit zwei Seilen, wozu auch immer der gut war und dann weitere Erklärungen, wie die Ampel funktioniert, damit wir das auch ja nicht vergessen. Er hatte dann drei Tücher an einem Band befestigt. Das rote und das gelbe Tuch fielen ganz leicht ab, wenn er das Band geschüttelt hat, aber das blaue blieb fest. Naaa, was heißt das wohl? Richtig! Blau ist sicher!! Dann hat er uns erklärt, wie toll Reflektoren sind und wo wir die überall anbringen können und vor allem, wo nicht. *g* Zum Beispiel ist es unpraktisch, sich nen Reflektor auf den Mund zu kleben, weil man dann nicht mehr sprechen kann. Jaja, das muss man erstmal wissen. Außerdem haben wir gelernt, wie wir unsere Tasche in der Bahn zu halten haben, damit niemand was daraus klauen kann. Und zum Schluss gab es nochmal eine Ampelerklärung. Diesmal mit drei Tafeln: „Rot. Stopp! Gelb. Stopp! Blau. Rechts. Links. Safety. Go!“ Also: „Shingou wo mamorimashou!“ (Haltet euch an die Ampel!)

Netterweise gab’s dann neben mehr oder weniger nützlichen Dingen, wie Reflektoren und einer Karte mit gefährlichen Orten in Suita, auch noch Saft und Kuchen für alle. Wir sollten auch noch einen Fragebogen ausfüllen und sagen, wie zufrieden wir mit dem Seminar waren. (Seeehr zufrieden. Ich hab soviel gelernt. Hm, was man besser machen könnte? Mehr Zaubertricks!)
Also, passt auf euch auf und beachtet die Ampeln!!