Die „My Country and My University“ Präsentation ist ein fester Bestandteil des OUSSEP-Programms und sollte gestern von 13:00 Uhr bis 15:30 Uhr gehen. Leider habe ich meine Vorbereitungen so lange hinausgezögert, dass ich um 12:55 Uhr erst fertig wurde und dann schnellstmöglich ins Convention Center geeilt bin. Eigentlich hatte ich geplant, vorher noch was zu essen, aber daraus wurde nun nichts. Zu trinken konnte ich auch nicht mehr rechtzeitig besorgen, aber ich dachte mir, dass ich das ja dann um halb vier nachholen könnte und dann immer noch genügend Zeit hätte, um ins Wohnheim zu fahren und später zum deutschen Stammtisch zu gehen.
Leider haben es ein paar Leute mit ihren Präsentationen sehr übertrieben und aus den vorgebenen 5 bis 10 Minuten wurden dann oft 20 bis 30! Mit dem Ergebnis, dass wir um halb vier noch nichtmal die Hälfte aller Präsentationen hinter uns hatten. Vor allem die chinesische Gruppe hat es übertrieben. Einer aus Hong Kong hat uns zwar nur seine Uni vorgestellt, „weil wir ja noch bis zum nächsten Morgen hier sitzen würden“, wenn er auch noch Hong Kong vorstellt. Die Idee klingt ja gut, nur leider hat er dann seine Uni so detailliert beschrieben, dass er allein dafür ne Viertelstunde gebraucht hat. Dafür weiß ich jetzt, dass die Studenten in Hong Kong manchmal gerne in ihrem Computerraum übernachten, weil der 24 Stunden geöffnet ist und außerdem über die „legendären 19″-LCD-Monitore“ verfügt. Oh und ich werde wohl auch nie vergessen, dass es dort 100 Computer gibt. *cool* Ja und ansonsten schlafen die Studenten auch gerne in der Bibliothek. Das tun die japanischen Studenten aber auch sehr gern. *g* Die Krönung war aber, als ein Student aus Peking anfing, über Chinas Wirtschaftswachstum zu schwafeln und sich dann bei allen Ländern bedankte, die in China Firmen haben… *aaargh*
Naja, um halb sieben (!!) waren wir dann endlich mit allen Präsentationen durch. Ich hatte immer noch nichts gegessen, geschweige denn getrunken und war wie alle anderen am Sterben… Zu allem Überfluss hatte Paolo, der als letztes Italien vorstellte natürlich auch von Spaghetti und Pizza berichtet. T.T Foooolteeeer…
Für den Stammtisch war es nun zu spät, also hab ich mich einer Gruppe OUSSEP-Studenten angeschlossen, die in Senrichuuou Okonomiyaki essen wollten. Ein Teil der Gruppe fuhr mit der Monorail hin, aber Anja, Brigi, Yon und ich waren mit dem Fahrrad da. Also hieß es erstmal, den Weg nach Senrichuuou finden, was auch ohne Umwege mit etwas Durchfragen geklappt hat. In Senrichuuou ging es dann aber damit weiter, das Restaurant zu finden…
Naja, irgendwann waren wir dann da, haben endlich was gegessen und wollten nach einem kurzen Starbucks-Besuch nach Hause fahren. Ja, aber wo hatten wir unsere Fahrräder abgestellt!? Also wieder Suchen…
Als wir unsere Fahrräder hatten, lautete die nächste Frage, wie wir nach Yamada zurück kommen. Sollten wir den Umweg über Kitasenri fahren, von wo aus wir den Weg kennen? Nein, zu langweilig!! Last uns lieber den direkten Weg suchen! xD
Ein paar Zitate, die das Herumirren mit Fahrrädern nachts in Japan beschreiben:
„Darf man hier mit dem Fahrrad durchfahren?“ – „Keine Ahnung. Tu’s einfach!“
„In Japan ist Linksverkehr, fahr links!“ – „Wir sind Fahrradfahrer, da ist das egal!!“
„Ich weiß einen Weg, aber ich glaube, dass ist die Autobahn… Die ist für Fahrradfahrer verboten.“
„Nein, nicht diese Straße nehmen! Das ist die Autobahnzufahrt!!“
Joa, soviel dazu!! (^_^°)